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WWF: Zusammenarbeit in Umweltfragen

«Dank der guten Zusammenarbeit können wir grosse Infrastrukturprojekte kritisch prüfen, damit bei der Umsetzung der Energiezukunft die Natur nicht zu kurz kommt.»
Elmar Grosse Ruse, Projektleiter Klima & Energie, WWF
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Referenz für Nachhaltigkeit

Der World Wide Fund for Nature ist die grösste Natur- und Umweltschutzorganisation der Schweiz und eine der grössten der Welt. Er setzt sich ein für den Erhalt von Artenvielfalt, die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen und die Eindämmung von Umweltverschmutzung und schädlichem Konsumverhalten.

Rund 260'000 Mitglieder und Supporter ermöglichen die Arbeit des WWF Schweiz. Der WWF ist sowohl international als auch national und regional tätig. In 23 kantonalen WWF-Sektionen setzen Ehrenamtliche und Freiwillige die Ziele des WWF lokal um. Sie führen eigene Projekte durch, leisten Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit und organisieren Exkursionen, Vorträge und Veranstaltungen.

Das Logo des WWF, der Panda, ist durch die Arbeit des WWF-Netzwerks zum weltweiten Emblem für Artenschutz und Nachhaltigkeit geworden.

WWF in Zahlen

Zusammenarbeit für das Netz der Zukunft

WWF und Swissgrid arbeiten nicht nur im Rahmen von Netzbauprojekten zusammen, sondern auch bei der Netzplanung. Im Frühjahr 2015 präsentierte Swissgrid den Bericht für das «Strategische Netz 2025». Die Planung dafür basiert auf verschiedenen Szenarien. Diese sind nicht als Vorhersage der Zukunft zu verstehen, sondern bilden einen möglichen Raum von Entwicklungen. Die verwendeten Szenarien basieren auf den Energieperspektiven 2050 des Bundes und Daten des Verbands europäischer Übertragungsnetzbetreiber. Sie wurden soweit möglich mit Vertretern der Branche und Politik sowie Umweltverbänden abgestimmt. Der WWF ist Mitglied der Umweltallianz, die Annahmen für das Szenario «Sun» einbrachte. Hier geht man von einem vollständigen Atomausstieg und einem stärkeren Ausbau der Photovoltaikkapazitäten in der Schweiz aus.

Mehr Information zum Strategischen Netz 2025

Waldrandaufwertung im Rahmen des Netzanschlusses Linth-Limmern

Der Ausbau des Netzes und der Anschluss neuer Anlagen sind immer mit neuen Leitungen verbunden. Swissgrid übernimmt in solchen Projekten eine grosse Verantwortung gegenüber Natur und Mensch, denn durch die Projekte werden Lebensräume beeinträchtigt.

Der mit dem neuen Pumpspeicherkraftwerk Linth-Limmern produzierte Strom ist nur von Nutzen, wenn er abtransportiert werden kann. Das erforderte eine neue 380-kV-Leitung zwischen dem Unterwerk Tierfehd und Soolsteg. Für die beeinträchtigten schutzwürdigen Lebensräume sind von Swissgrid sogenannte Ersatzmassnahmen zu leisten. Vorgeschlagen wurde unter zahlreichen anderen Massnahmen auch eine Waldrandaufwertung von 15 Metern Breite und 710 Metern Länge.

Zusammen mit Vertretern der kantonalen und kommunalen Behörden wurden die Waldlichtung Hermannsegg an der Nordflanke der Rügglirus für eine Waldrandaufwertung als geeignet beurteilt und die konkreten Forstmassnahmen definiert und umgesetzt. Es entsteht ein buchtig aufgebauter Waldrand mit enger Verzahnung von Waldmantel, Strauchgürtel und Krautsaum. Standortgerechte und wertvolle Baum- und Straucharten sowie Kleinstrukturen werden gefördert und die Trockenwiese von nationaler Bedeutung durch eine bessere Besonnung aufgewertet.

Information zum Anschluss für das Pumpspeicherkraftwerk Linth-Limmern

Arbeitssicherheit und Gesundheit für Mitarbeitende und Partner

Die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeitenden und Partner steht bei Swissgrid an erster Stelle. Dafür werden alle Sicherheitsaspekte der Anlagen und Tätigkeiten geprüft und begleitet. Neben den gesetzlichen Regeln werden zusätzliche Massnahmen ergriffen, um Unfällen und gesundheitlichen Schädigungen vorzubeugen. Swissgrid arbeitet dafür mit ihren Partnern, dem Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen und dem Eidgenössischen Starkstrominspektorat, zusammen.

Die Anlagenverantwortlichen und Projektleiter werden bei der Risikobeurteilung und der Definition von Massnahmen zur Beseitigung von bestehenden Risiken unterstützt und geschult. Ziel ist es, bei Arbeiten an Anlagen Gefahren frühzeitig zu erkennen und Schutzmassnahmen zu definieren. Dies bedeutet beispielsweise, dass nur qualifiziertes Personal eingesetzt wird, die Rollen und Verantwortlichkeiten klar geregelt sind und das Tragen von Schutzausrüstung in Anlagen und auf Masten obligatorisch ist.

Im Jahr 2015 hat Swissgrid beschlossen, das Sicherheitsmanagement weiterzuentwickeln, insbesondere bei der Personen- und Arbeitssicherheit und dem Anlagenschutz. Ziel ist es, eine umfassende Sicherheitskultur bei Swissgrid zu etablieren und damit einen noch höheren Schutz der Mitarbeitenden und Anlagen zu erreichen.

Mehr zur Nachhaltigkeit bei Swissgrid