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Swissgrid auf einen Blick

Wir transportieren Strom.
Unverzichtbar für die Schweiz.
Unersetzlich für Europa. Antriebskraft und Lebensqualität für Millionen von Menschen. Heute und morgen.

Standorte

Netzübergänge

Schaltanlagen

km Netzlänge

Strommasten

Swissgrid ist die nationale Netzgesellschaft und verantwortet als Eigentümerin den sicheren und diskriminierungsfreien Betrieb sowie den umweltverträglichen und effizienten Unterhalt, die Erneuerung und den Ausbau des Schweizer Höchstspannungsnetzes. Mehr lesen

An den Standorten in Frick, Laufenburg, Uznach, Landquart, Ostermundigen, Prilly und Castione beschäftigt Swissgrid über 440 qualifizierte Mitarbeitende aus 22 Nationen. Als Mitglied des europäischen Verbands der Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E nimmt sie zudem Aufgaben im Bereich der Netzplanung, der Systemführung und der Marktgestaltung im europäischen Stromaustausch wahr. Mehrere Schweizer Elektrizitätsunternehmen halten gemeinsam das gesamte Aktienkapital von Swissgrid. Weniger anzeigen

Finanzinformationen (in Mio. CHF)*

Gesamtleistung

782.0

Beschaffungsaufwand

295.2

Betriebsaufwand inkl. Abschreibungen und Wertminderungen

333.4

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

153.4

Unternehmensergebnis

88.0

Bilanzsumme**

2955.3

Freier Cashflow

241.7

* Swiss GAAP FER Werte
** Ohne treuhänderisch geführte Bilanzpositionen


Fit für die Energiezukunft

Adrian Bult, Verwaltungsratspräsident
Yves Zumwald, CEO (links)

Sehr geehrte Leserinnen und Leser
Gut zehn Jahre nach dem Start von Swissgrid dürfen wir feststellen: Die nationale Netzgesellschaft hat sich stark verändert und ist mittlerweile solide aufgestellt, um die Herausforderungen der Energiewende zu meistern. Anfänglich nur für den Betrieb des Übertragungsnetzes zuständig, hat Swissgrid seither fast alle Anlagen übernommen und deren Refinanzierung gesichert. Mehr lesen

Pierre-Alain Graf, der als CEO die Übernahme der Netze und Neuausrichtung der Gesellschaft verantwortete, hat das Unternehmen im September auf eigenen Wunsch verlassen. Unter seiner Führung legte Swissgrid die Basis für eine erfolgreiche Weiterentwicklung und erzielte substanzielle Kosteneinsparungen. Bis zur Regelung der Nachfolge wurde Yves Zumwald, Leiter Grid Operations und Mitglied der Geschäftsleitung, zunächst zum CEO ad interim ernannt. 

Swissgrid führte ihr Engagement für eine höhere Effizienz im Jahr 2015 fort. Die eingeleiteten Konsolidierungsmassnahmen versprechen bis 2018 jährliche Kostensenkungen im zweistelligen Millionenbereich. Diese Einsparungen sind notwendig, da die Investitionen und Kapitalkosten für die Modernisierung des Netzes künftig steigen werden.

Hohe Versorgungssicherheit trotz wachsender Anforderungen

Im Februar feierte Swissgrid die Eröffnung des zweiten Kontrollzentrums in Prilly bei Lausanne. In Zukunft werden zwei Standorte selbständig oder in Arbeitsteilung den Stromtransport in der Schweiz koordinieren können. Dies trägt entscheidend zu einer noch sichereren Stromversorgung bei.

Der wachsende Anteil an erneuerbaren Energien ist eine grosse Herausforderung für die Operateure in den Kontrollzentren. Swissgrid investierte deshalb auch 2015 konsequent in deren Weiterbildung. Unser neues, schweizweit einzigartiges Training & Simulation Center wird künftig Übungen für das Betriebsführungspersonal von Netzleitstellen und Kraftwerken anbieten. Gemeinsam mit der Hochschule für Technik und Architektur in Freiburg hat Swissgrid ausserdem eine Fachausbildung für Systemoperateure ausgearbeitet.

Wie Auswertungen des Verbands der europäischen Übertragungsnetzbetreiber zeigen, zahlen sich die Investitionen von Swissgrid in die Netzbetriebsführung aus. Die Schweiz erreichte 2015 erneut die beste Regelqualität in Europa. Gleichzeitig blieb der sichere Betrieb des Netzes bei besonderen Ereignissen eine der grössten Herausforderungen.

Die Sonnenfinsternis im März führte zu beträchtlichen Schwankungen in der Stromproduktion. Dank umfangreichen Vorkehrungen im europäischen Netzverbund blieb die Versorgung jedoch ohne Unterbruch. Im Herbst zeichnete sich in der Schweiz aufgrund knapper Energiereserven eine angespannte Energie- und Netzsituation für den Winter ab. Wir kommunizierten unsere Prognosen transparent und suchten mit unseren Partnern nach Lösungen. Die in Zusammenarbeit mit der Energiebranche in der Schweiz und den europäischen Übertragungsnetzbetreibern umgesetzten Massnahmen sowie die relativ milden Temperaturen haben wesentlich zur Entspannung der Situation beigetragen.

Notwendige Modernisierung des Netzes

Nach umfassender Vorbereitung stellte Swissgrid im Frühling 2015 das „Strategische Netz 2025“ einer breiten Öffentlichkeit vor. Dieser Plan konkretisiert, welche Netzausbauprojekte notwendig sind, um die Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Insgesamt rechnen wir in den nächsten zehn Jahren mit Investitionen von rund 2,5 Milliarden Franken.

Swissgrid trieb die Modernisierung ihres Netzes mit Leitungsprojekten im Aargau, Wallis und Tessin weiter voran. 2015 begann der Bau der Leitung zum Kraftwerk Nant de Drance sowie der neuen Schaltanlage Laufenburg. Zudem nahmen der Netzanschluss für das Kraftwerk Limmern und die Freiluftschaltanlage Winkeln ihren Betrieb auf.

Swissgrid hat ihre Bemühungen intensiviert, mit der von Bauprojekten betroffenen Bevölkerung in Kontakt zu treten. An zahlreichen Treffen, an Informationsveranstaltungen, Aufrichtefesten und Messen haben wir transparent informiert. Verzögerungen in der Bewilligungs- und Ausschreibungsphase von Netzbauprojekten bleiben jedoch eine Hürde, die es im Interesse der dringend notwendigen Erneuerung der Infrastruktur zu überwinden gilt.

Fortschreitender Wandel im Strommarkt

Mitte Dezember begann der Konsultationsprozess für ein neues Design der Strommärkte der Schweiz und Europas, das Swissgrid gemeinsam mit ihren Partnern erarbeitet hat. Dank dieser aktiven Mitwirkung finden unsere nationalen Interessen Niederschlag in der Ausgestaltung eines sich wandelnden Marktes.

Gleichzeitig nahm Swissgrid Einsitz in weiteren Gremien, zum Beispiel in den Verwaltungsräten der Holding des Gestionnaires de Réseau de Transport d'Electricité (HGRT) und der europäischen Strombörse EPEX SPOT. Zusammen mit anderen Übertragungsnetzbetreibern aus Zentral- und Westeuropa können wir so einen Beitrag leisten, die Balance zwischen Strommarkt und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Die bereits bestehenden Kooperationen mit den deutschen, österreichischen und niederländischen Übertragungsnetzbetreibern wurden 2015 zusammengeführt. Damit entstand der grösste einheitliche Systemdienstleistungsmarkt Europas. Dies verspricht mittelfristig weitere Kostenreduktionen bei der Beschaffung solcher Services.

Sicherheit und Effizienz im Fokus

Um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten sowie die Flexibilität und Effizienz zu erhöhen, muss Swissgrid ihren Betrieb zunehmend automatisieren. Das Unternehmen arbeitet deshalb intensiv an der Einführung eines modernen Leitsystems. Dieses dient der zentralen Steuerung des Netzbetriebs und der 140 Schaltanlagen im Land. Gleichzeitig entwickelt Swissgrid ihr Sicherheitsmanagement weiter, insbesondere die Personen- und Arbeitssicherheit sowie den Anlagenschutz.

Die Errungenschaften des vergangenen, erfolgreichen Jahres wären ohne den wertvollen Einsatz unserer Mitarbeitenden und Partner nicht möglich gewesen. Im Namen des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung bedanken wir uns ganz herzlich bei all jenen, die tagtäglich zur Erreichung unserer Ziele beigetragen haben. Weniger anzeigen

Adrian Bult
Präsident des Verwaltungsrates

Yves Zumwald
CEO


Swissgrid Aktionariat

Stand 31. Dezember 2015, alle Zahlen gerundet


Erfolg als Herausforderung

Anträge KEV

Angemeldete Projekte

KEV-Anlagen in Betrieb

Strom erzeugt durch KEV-Anlagen (GWh)

Swissgrid wickelt ausserhalb ihres Kerngeschäftes im Auftrag des Bundes die Anträge zur kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) ab. Die KEV wurde im Mai 2008 eingeführt und fördert den Bau von neuen Anlagen, welche Strom aus erneuerbaren Energien erzeugen. Aktuell gültiges Ziel ist es noch, diese Stromerzeugung in der Schweiz bis zum Jahr 2030 um mindestens 5‘400 GWh zu erhöhen. Mehr lesen

Die Nachfrage zur Förderung der erneuerbaren Stromproduktion bleibt hoch. So sind die Anmeldungen zur KEV nochmals um 17% gegenüber dem Vorjahr angestiegen, auf 13‘658. Neu kommt aber auch die Einmalvergütung für kleine Photovoltaikanlagen zum Tragen. Bis Ende Jahr haben schon 9880 Anlagenbesitzer eine solche einmalige Investitionshilfe erhalten.

Allerdings macht sich die Limitierung der KEV-Mittel (Deckelung) nun immer stärker bemerkbar. Die maximal verfügbaren Mittel sind verpflichtet, so dass nur noch wenige Anlagen in die KEV aufgenommen werden konnten.

Mit dem neuen Energiegesetz sollen diverse Verbesserungen und neue Förderelemente eingeführt werden. Die Förderung erfolgt marktnäher, Prozesse werden vereinfacht. Dazu ist die Auslagerung der Vollzugsaufgaben von Swissgrid in eine separate Tochtergesellschaft vorgesehen. Weniger anzeigen


Eigenkapitalbasis weiter gestärkt

Eigenkapital (Mio. CHF)*
Bilanzsumme**

* Per 31.12.2013 inkl. 30% der bedingten Kaufpreisentschädigung
** Ohne treuhänderisch geführte Bilanzpositionen sowie Deckungsdifferenzen netto berücksichtigt


Betriebskosten gesenkt

Betriebskosten (Mio. CHF)


Weitere Zunahme von importiertem
und exportiertem Strom

Import (GWh)
Export (GWh)
Transportierte Energiemenge (GWh)